Mein Werdegang als Dressurausbilder

Martina Setz, Jahrgang 1969, hat die Ausbildung zur staatlich geprüften Pferdewirtin Schwerpunkt Reiten von 1988 bis 1991 erfolgreich abgeschlossen.

Sie lernte auf der Reitanlage in Icking im Münchner Süden bei Pferdewirtschaftsmeister Ingo Schotzer, einem Schüler von Ottokar Pohlmann.

Schon in der Lehrzeit ritt sie auf Ausbildungspferden Grand-Prix-Lektionen und hatte danach, während der dressurmäßigen Weiterbildung, auf Turnieren Springerfolge bis Klasse L.

Die Faszination für das  Barockpferd und vor allem für den Lusitano führte bald zu Marc de Broissia.

Neben der freiberuflichen Tätigkeit als Pferdewirtin erfolgte eine intensive Fortbildung bei ihm. Sehr stark geprägt wurde sie von seinem Leitprinzip, die Reaktion des Pferdes auf die Hilfen des Reiters müsse „prompt, willig und in Ruhe“ erfolgen.

Von Aufenthalten in Portugal brachte sie ihre Pferde, den Lusitanohengst Labirinto und den Cruzado Nuno, beide von Manuel Jorge de Oliveira, mit.

Beide Pferde hat sie vom Anreiten bis zur Hohen Schule selbst ausgebildet. Große Vorbilder sind für sie die in der Tradition der Légèreté reitenden alten Meister, vor allem der portugiesische Reitmeister Nuno Oliveira.

Mit Labirinto hatte sie mehrere Showauftritte – der Höhepunkt war der Auftritt beim Galaabend auf der Consumenta in Nürnberg 1999.

Mit beiden  Pferden – Labirinto und Nuno – nahm sie auch regelmäßig erfolgreich an den Turnierprüfungen am Tag des Iberischen Pferdes in München teil.

Heute arbeitet Martina Setz als freiberufliche Ausbilderin mit dem Schwerpunkt Dressurausbildung rund um München.

Zudem erfolgte ab 2012 eine mehrjährige Ausbildung zur ganzheitlichen Osteopathin in München, welche seitdem die Arbeit mit den Pferden zu deren Wohle ergänzt und abrundet.

 

Ein Grundprinzip gilt immer: Der richtige Takt, die Symmetrie und die Leichtigkeit gibt die Balance.

Eine Reiterhilfe ist wie ein Impuls…als wenn ich ein volles Wasserglas mit dem Löffel anschlage, um herauszufinden welchen Klang es von sich gibt. Also lausche ich auch auf das Echo des Pferdes, wie es meine Hilfe verarbeitet um dann weiter mit ihm zu kommunizieren. Oder es gibt einen unschönen Klang….

Meine Zucht edler Trakehner

Mein erster eigener Trakehner- ein Jugendtraum- kam im Herbst 2015 zu mir. Friederich, neunjährig noch nicht angeritten, hochsensibel mit überdurchschnittlicher Veranlagung. Nachdem ich sein Problem gelöst hatte, konnte er sich endlich auf das Reiten einlassen und entwickelte sich, schonend aufgebaut, in den paar Jahren bis zu S-Lektionen, ohne überfordert zu sein.

In der Zwischenzeit suchte ich für mich ein junges, talentiertes Nachwuchspferd und es sollte natürlich ein Trakehner sein – mit Farbe!

Aber auch von der Abstammung hatte ich bestimmte Vorstellungen und es gab Hengste, die mich in meinen Anfängen als Berufsreiterin, teilweise nur von den Fotos, sehr beeindruckt hatten: Arogno, Argument, Kostolany, Itaxerxes, Lauris Crusador, Marduc, Pregel…

Nur das, was ich suchte, stand nicht zum Verkauf. Und zum ersten Mal machte ich mir Gedanken über den Kauf einer Stute…für mich, die ich eher Hengste bevorzugte, eigentlich ein Unding…um mir “mein Fohlen” selbst zu züchten. Bis dahin hatte ich den Aufwand mit der Zucht lieber Anderen überlassen und mir vernünftigerweise das fertige, junge Pferd gekauft…

Und ich wurde fündig: Honey Moon, Reservesiegerin in der Stutleistungsprüfung, aus der original Trakehner Gestütsfamilie der Herbstgold, in ihrem Pedigree fast alle “meine Hengste” vereint und noch einige weitere mehr…und auch noch in Farbe!

Charakterlich genau das, was ich mir vorstellte, sensibel, dem Menschen zugewandt, sehr talentiert, leistungsbereit, als hochrangige Stute gewisse Eigenheiten und ehrgeizig, versehen mit kräftigen Knochen und großen Gelenken. Und dank der großzügigen Unterstützung ihres Züchters war dieses Traumpferd dann auch bald die Meine.

Und der zweite farbige Traum stand plötzlich ganz in der Nähe zum Verkauf: Die Trakehnerstute Salome, in der Farbe Blue Roan!

Da gab es kein Zögern, ich kannte sie schon sehr lange von der Homepage ihrer Aufzüchterin und sofort war sie auch schon bei mir.

Sie ist mehr der sanfte, sensible, mütterliche Typ mit sehr viel Würde, sehr anhänglich und dankbar, mit viel Substanz, von den Gängen und dem Gebäude nicht wirklich ideal, aber sie gleicht das mit einer hohen Rittigkeit, Duldsamkeit, Feinheit und Gelehrigkeit aus. Soweit ich weiß, ist sie ausschließlich als Zuchtstute genutzt worden, aber so etwas Unkompliziertes, vom ersten Tag im Gelände unerschrocken mit einem angenehmen Temperament…so stell’ ich mir meine Pferde vor.

Die dritte in der Damenriege ist Magnolia GF – ebenfalls ein langgehegter Wunschtraum – geworden, eine zuchtbewährte, isabellfarbene Halbbluttrakehnerin. Vom ersten Moment an sehr anhänglich und mit knapp 13 Jahren unkompliziert zum Anreiten. Mit korrektem Gebäude und Gängen über dem Durchschnitt entspricht sie absolut meinen Ansprüchen, v.a. ihre Leistungsbereitschaft und ihr sanfter Charakter.

Am 05.07.2019 kam das Fohlen von Salome auf die Welt: Ein red roan farbenes Stutfohlen namens SO EIN ZAUBER von Zauberreigen.

TRAKEHNER TRÄUME IN FARBE

Korrekt ausgebildete Trakehner Verkaufspferde werden hier beizeiten zur Vermittlung angeboten.